Bau

Die Kirche ist ein lebendiger Organismus. Das Gebäude ist nur ein Werkzeug, das Gott gegeben hat, damit sich die Gemeinde versammeln, lernen, sich freuen und dienen kann. Doch die Baugeschichte des Gebäudes ist in unserem Fall direkt mit der Gründung der Gemeinde verbunden. Die Baugeschichte ist bei den Daten nicht ideal – denn gleichzeitig arbeiteten viele Menschen. Jemand kam mit einer Rolle und Farbe, jemand mit einem Rat, jemand mit Geld. Niemand führte eine strenge Aufzeichnung der geleisteten Arbeit: Jeder tat, was er konnte, und so gut er konnte. Aber gerade diese Einheit und Bereitschaft zu dienen machte das Unmögliche möglich – wir haben unser eigenes Gebäude.

Chronologie: Schritt für Schritt

8. Juli 1997

Bei der Versammlung wurde beschlossen: Es ist Zeit, ein eigenes Haus für die Gläubigen zu bauen. Wir kaufen einen Kellerraum in der Priežu-Straße und ein Grundstück von 8 Sotkas. Pastor Josifs Bondarenko spendete für dieses Ziel 1000 Dollar. Für viele war das mehr als Bau – es war der erste Schritt zu einem Traum, den alle gemeinsam jahrelang gehegt hatten.

Projektarchitektin – Ausma Skujiņa (18. Juli 1931 — 13. August 2015) — lettische Architektin, eine der Gründerinnen der Vereinigung «Māja» , Anhängerin der Ideen der «grünen Architektur», die auf Respekt vor der Natur und der Harmonie des Menschen mit der окружа Umgebung beruht. Sie entwarf und rekonstruierte Wohngebäude und Kirchen in Liepāja, Mārupe und anderen Städten. Nach ihren Entwürfen wurde nicht nur unsere Kirche gebaut, sondern auch die Kirche in Aizpute, die Kirche in Vecpiebalga restauriert sowie das Familiengrabprojekt der Familie Skalbe «Saulrietos» (Vecpiebalga) geschaffen. 1966 wurde Ausma Skujiņa Mitglied des Lettischen Architektenverbandes, 1998 wurde sie mit dem Orden der Drei Sterne, IV. Klasse, ausgezeichnet, und 1999 erhielt sie ein lebenslanges Stipendium des Staatlichen Kulturkapitalfonds.

18. Dezember 1998

Das Fundament wurde gekauft, eine Gebäudeskizze war fertig, die Topografie des Grundstücks wurde untersucht. Ein Bankkonto der Kirche wurde eröffnet. Das Sammeln von Mitteln verwandelte sich in freudiges Warten: Jemand bringt Ziegel, jemand – Essen für die Bauarbeiter, jemand – Geld. Jeder Arbeitstag erinnert daran: Wir bauen nicht Wände, sondern eine Gemeinschaft.

22. August 1999

 Beschlossen: Jedes Gemeindemitglied arbeitet 30 Tage im Jahr am Bau. Jemand mischte von morgens bis abends Zement, jemand strich die Wände, jemand hielt einfach ein Werkzeug – gemeinsam wurden wir alle zu einem Team.

Jahr 2000

In dieser Zeit wurden der Zaun errichtet, Strom und Kanalisation verlegt. Die Baugenehmigung wurde erhalten. Und obwohl der Fortschritt langsam war, brachte uns jeder Tag näher an ein Haus, in dem sich die ganze Gemeinde versammeln kann.

24. Januar 2002

Das Dach ist gedeckt. Zum ersten Mal ist die Wärme des Gemeindehauses spürbar: Regen und Wind stören die Versammlungen nicht mehr, und die Wände beginnen mit Leben zu „atmen“.

21. April 2002

Erste Versammlung im kleinen Saal. Kinderlachen, Gebete, Gespräche der Erwachsenen – das Gebäude beginnt sich mit Leben zu füllen. Später wird dieser Saal zu einem Treffpunkt für Jugendliche, wo neue Ideen und Projekte entstehen.

28. März 2004

Der zweite Stock ist fertig: eine Bibliothek und zwei Klassenräume für die Sonntagsschule. Das Grundstück ist offiziell registriert. Projekte für die Gasifizierung des Heizhauses und die Verlegung des Stromkabels wurden begonnen. Der Bau geht weiter, aber schon jetzt ist es spürbar – das Haus lebt sein eigenes Leben.

26. Februar 2006

Fenster und Türen wurden eingebaut, die Wände außen verkleidet. In den Händen der Bauarbeiter sieht man Arbeit und Liebe: jeder Schlag, jeder Meter – ein Beitrag zur gemeinsamen Arbeit.

Feierliche Eröffnung

11 Jahre lange Arbeit, aber endlich ist das Gebäude vollständig fertig. Zu den Feierlichkeiten kommen Gäste aus anderen Städten, und viele Bauarbeiter kommen, um sich an ihren Beitrag zu erinnern. Freudentränen, Lachen, Erinnerungen – das Fest vereint alle. Es wurde zu einem Beweis: Mit Gottes Hilfe und gemeinsamer Arbeit wird das Unmögliche möglich.

Gegenwart

Die Arbeit geht weiter: Der Speisesaal und die Küche werden umgebaut, die Heizung modernisiert, die Regenwasserkanalisation installiert. Das Gebäude und das Land brauchen Pflege, ebenso wie das gesamte Gemeinschaftsleben. Und das ist gut – denn Sorge und Arbeit machen das Gebäude lebendig, und die Gemeinde – zu einer echten Familie, in der jeder seinen Beitrag leistet.